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SCHULE FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN

Informationsabend:

14.10.2010, 19 Uhr (verpflichtend), 1050 Wien, Gartengasse 5/II


Die SCHULE FÜR KÜNSTLERISCHE PHOTOGRAPHIE, WIEN wurde 1990 von Friedl Kubelka gegründet und wird 2010/11 von Anja Manfredi als „Visiting Artist“ geleitet. Der Unterricht findet in Form von Workshops, Vorlesungen und praktischer Arbeit statt. Schwerpunkte der Lehre sind: Wissen über das Medium der Fotografie vermitteln, eine individuelle Haltung einnehmen, interdisziplinäres und freies Arbeiten fördern, Querverbindungen herstellen und mögliche Grenzen ausloten. Einen weiteren wesentlichen Punkt bildet die gemeinsame Auseinandersetzung mit Theorie. Dabei soll ein diskursives und intuitives Feld für die künstlerische Praxis eröffnet werden: fototheoretische Ansätze analysieren und kritisch reflektieren – in Folge das Verfassen von Texten zur eigenen Arbeit üben. Aber auch das praktische Arbeiten und Experimentieren mit dem Material Fotografie in der Dunkelkammer, welches in den Räumlichkeiten der Schule angeboten wird, ist als sinnliches Erlebnis ein wesentlicher Aspekt selbstständiger künstlerischer, fotografischer Praxis. Regelmäßige Treffen in der Gruppe und in Einzelgesprächen, in denen ausführlich über die jeweiligen Arbeiten gesprochen werden kann, sind geplant. Zusätzlich finden Besuche von KünstlerInnenateliers, von Ausstellungen in verschiedenen Kunsträumen und Gespräche mit KollegInnen, KünstlerInnen, TheoretikerInnen und KuratorInnen statt. Die Vorträge der SCHULE FÜR UNABHÄNGIGEN FILM, WIEN, die sich in denselben Räumlichkeiten stattfinden, können kostenlos besucht werden. Ein weiteres Ziel ist es, die Ausstellungspraxis der Studierenden zu fördern und als fortführenden Prozess zu begreifen: Präsentationsmöglichkeiten durchzudenken, Arbeiten fertigzustellen und in Folge auch zu überprüfen, Erfahrungen in einer breiteren Öffentlichkeit zu sammeln. Neugierde und Leidenschaft sowie der unmittelbare und emotionale Bereich, der zur Aussage wird, sind wichtige Antriebe für die Kunstproduktion. Unterschiedliche Plattformen der Auseinandersetzung sollen genutzt werden, um eigenständiges Arbeiten, das bestimmte Interessen und Motive erkennen lässt aufzubauen: Geschichte der Fotografie und Fototheorie, Beschäftigung mit anderen Medien und Arbeiten in der künstlerischen Praxis.

Visiting Artist: Anja Manfredi

Lehrplan:

Um Photographen anzuregen, von Künstlern aus anderen Kunstrichtungen zu lernen und sich mit deren Arbeitsweisen, Konzepten und Verdichtungsmöglichkeiten zu konfrontieren, lehren fallweise Dichter, Komponisten, Architekten, Filmemacher, Bildhauer, Maler. Alle Künstler-Lehrer, auch die Theoretiker (Kunstgeschichte, Filmgeschichte, Geschichte der Photographie) sind eingeladen, das zu unterrichten, wofür sie sich selbst gerade interessieren. Ab 1991 wurde praktische Arbeit in Malerei (Martin Kippenberger, Muntean & Rosenblum, Hermann Nitsch, Hubert Scheibl, Hans Scheirl) und Film (Martin Arnold, Robert Beavers, Joerg Burger, Pip Chodorov, Karl Kels, Niki List, Dorit Margreiter, Mara Mattuschka, Hans Scheirl) angeboten, um jedem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, durch sinnliche Erfahrungen die Stärken und Grenzen des Mediums Photographie zu erkennen.

Es unterrichteten unter anderem seit 1990:

Martin Arnold (Filmemacher), Eugen Bavcar (Photograph), Robert Beavers (Filmemacher), Norbert Becwar (Photograph), Veronique Bourgoin (Photographin), Nin Brudermann (bildende Künstlerin), Joerg Burger (Filmemacher), Clegg&Guttmann (bildende Künstler), Hermann Czech (Architekt), Dejanov&Heger (bildende Künstler), Sepp Dreissinger (Photograph), Georg Eckmayr (Photograph), Monika Faber (Kunsthistorikerin), Sissi Farassat (Photographin), Bernard Faucon (Photograph), Christian Fischer (Photograph), Seiichi Furuya (Photograph), Gelitin (bildende Künstler), Mark Glassner (Photograph), Nan Goldin (Photographin), Maren Gröning (Kunsttheoretikerin), Erich Hackl (Schriftsteller), Maria Hahnenkamp (Photographin), John Hilliard (Photograph), Ruth Horak (Kunsttheoretikerin), Horakova&Maurer (Photographen), Alexander Horwath (Filmtheoretiker), Alfred Hrdlicka (Bildhauer), Franz Hubmann (Photograph), Hans Hurch (Filmtheoretiker), Leo Kandl (Photograph), Karl Kels (Filmemacher), Martin Kippenberger (Maler), Herlinde Koelbl (Photographin), Franz Koglmann (Komponist, Musiker), Bettina Komenda (Photographin), Rolf Koppel (Photograph), Markus Krottendorfer (Photograph), Elke Krystufek (bildende Künstlerin), Erich Lessing (Schriftsteller), Niki List (Regisseur), Ernst Logar (Photograph), Anja Manfredi (bildende Künstlerin), Dorit Margreiter (Filmemacherin), Mara Mattuschka (Filmemacherin), Michael Mauracher (Photograph), Boris Mikhailov (Photograph), Boris Missirkov (Photograph), Misato Mochizuki (Komponistin), Rudi Molacek (Photograph), Muntean&Rosenblum (Maler), Hermann Nitsch (Aktionskünstler), Florian Pumhösl (bildender Künstler), Lois Renner (Photograph), Gerhard Rühm (Dichter, Zeichner), Hubert Scheibl (Maler), Hans Scheirl (Maler, Filmemacher), Markus Schinwald (bildender Künstler), Ferdinand Schmatz (Dichter), Franz Schuh (Schriftsteller), Michael Schuster (Photograph), Julian Schutting (Dichter), Elfie Semotan (Photographin), Margherita Spiluttini (Photographin), Timm Starl (Fototheoretiker), Beat Streuli (Photograph), Wolfgang Tillmans (Photograph), Harry Tomicek (Filmtheoretiker), Octavian Trautmansdorff (bildender Künstler), Javier Vallhonrat (Photograph), Andrea van der Straeten (Photographin), Nikolaus Walter (Photograph), Nick Waplington (Photograph), Hans Weigand (Objektkünstler), Franz West (Bildhauer), Anita Witek (Photographin), Maria Ziegelböck (Photographin).

Für Anfänger wird eine Einführung in die Dunkelkammer angeboten. Die Dunkelkammer steht den Studenten anfangs, während der ersten Workshops, zur Verfügung. Meist haben sich alle Studenten nach kurzer Zeit eine eigene Dunkelkammer eingerichtet. Neue Medien werden nur in praktische Arbeit miteinbezogen, wenn unterrichtende Künstler damit arbeiten.

Dauer der Ausbildung: von Oktober bis Mai

Aufnahmebedingungen:

Es werden 12 StudentInnen aufgenommen. Schriftliche Anmeldung mit fotografischen Arbeiten, die einen persönlichen Zugang zu selbst gewählten Themen zeigen, ein gezeichnetes Selbstporträt und eine kurze Biografie (bitte unbedingt Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben) sollen bis zum 5.10.2010 (Anmeldeschluss) im „Atelier Gartengasse“ eingelangt sein. An diesem Tag können Arbeiten von 10 bis 13 Uhr in der Schule abgegeben werden. Aufnahmegespräche finden nach Vereinbarung zwischen dem 5.10. und dem 8.10.2010 statt. Die Möglichkeit der Benützung einer Dunkelkammer außerhalb der Schule ist notwendig.

Abschluss: Diplom

Kosten:
EURO 180,- / Monat (Die Gesamtkosten von € 1.440,- sind am Anfang des Schuljahres zu bezahlen.)

Räumlichkeit:
Künstleratelier (60m²)

Gründung, Konzept, Organisation
und Unterricht:

Friedl Kubelka

GENAUERE WORKSHOPINFORMATIONEN FINDEN SIE UNTER "LEHRGÄNGE"

  
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